HöREND SICH IM LEBENSUMFELD ORIENTIEREN
Andres Bosshard, Musiker und Klangarchitekt
VON MICHAEL EIDENBENZ
Wenn die Dissonanz-Reihe «Schweizer KomponistInnen» für einmal einem Musikschaffenden
gilt, dessen Werke nicht aus auf Notenpapier geschriebenen Notenköpfen bestehen, so wird daraus
gleichwohl kein Bruch mit der Gewohnheit: Andres Bosshard versteht sich ausdrücklich als
Komponist, seine jüngste Komposition erklingt derzeit auf der Arteplage Biel der Expo02, sein
Instrument ist ein Klangturm, seine Partitur ist, ständig sich verfeinernd und sich transformierend,
auf Computerbildschirmen lesbar, seine Interpreten sind die wechselnde Klangregisseure Fabian
Neuhaus, Gary Berger, Dominik Blum, Rainer Boesch, Daniel Mouthon, Lorenzo Brusci, Ines
Kargel, Florian Prix, das Expo-Publikum und die Arteplage am Bielersee mit Wasser, Tieren,
Schiffen, Wind.
Der Turm hat die luftige abstrahierte Form eines Schwingungsknotens, ist zum Himmel hin ge-
öffnet und von einer auf alle Seiten transparenten Hülle umgeben. Das Publikum sitzt zwar im
Inneren des Turms, doch soll und kann dessen Klang auch in die Umgebung abstrahlen. Wer sich
ihm nähert, hört ihn von fern schon, die realen Umweltgeräusche von See und Arteplage wandeln
sich beim Näherkommen zusehends zu jenem elektronischen Murmeln, Rauschen und Wirbeln des
Turms, dessen Ausgangspunkt und Material sie bilden. Im Inneren der transparenten Hülle
schliesslich wird der Klang zur Plastik, zur präzisen, äusserst körperlichen, präsenten und un-
glaublich facettenreichen Gestalt. Ist von «Klangarchitektur» die Rede, so ist hier tatsächlich nicht
ein klingender architektonischer Bau gemeint, sondern ein Klang, der selber bewegte Architektur
geworden ist. 32 Lautsprecher, über eine Höhe von 40 Metern auf sieben verschiedenen Niveaus
angeordnet, teils an Riesenballons im Raum schwebend, teils als Tieftöner in den Besucherbänken
versteckt, sodass Vibrationen spürbar werden, lassen einen zylindrischen Innenklangraum und
einen Rundumklang als Mantel entstehen und werden Zylinder und Mantel einzeln von der
digitalen Playstation in einer Regiekapsel in luftiger Höhe bedient. Auf dem Boden und auf Stühlen
sitzen die Zuhörer und lauschen, einige nur kurz und neugierig, andere stundenlang. Es ist ein
wohltuendes und friedliches Bild, das sich dem Betrachter an dieser Ecke der Arteplage Biel bietet,
und auch Andres Bosshard ist mit Ergebnis und Wirkung so sehr zufrieden, dass er sich zumindest
vorgenommen hat, den hier erreichten handwerklichen Standard bei künftigen Projekten nie mehr
zu unterschreiten. Ja, eigentlich möchte er den Turm sogar als sein offizielles Opus 1 bezeichnet
haben.
Bei einer solchen Werkzählung würden freilich diverse aufsehenerregende Projekte der
Vergangenheit in einen Etüden-Status gedrängt, der ihnen nicht gerecht würde. Denn angefangen
hat natürlich alles schon viel früher. Andres Bosshards eigentliche musikalische Ausgangspunkte
lagen beim Flötenspiel und bei der Improvisation. In Stücken wie Varèses Density 21.5 hätten ihn
erstmals die Energie-Quantensprünge fasziniert, die sich ergeben, wenn Töne in Geräusche
umschlagen. «Ich stellte mir das augenblicklich auch räumlich vor, fand, die Körperlichkeit des
Flötenspiels müsste grösser werden und begann daher, mit Lautsprechern zu experimentieren.» In
Theater- und Performance-Projekten arbeitete er mit Ghetto-Blastern und Kassettengeräten, «wobei
mich zunächst weniger die Räumlichkeit als das Geräusch faszinierte. Denn das Geräusch ist reich
und intrigant, es hat etwas Strukturangreifendes, weil man es nicht exakt handhaben
kann.» Solches kam einer Lebensphase Bosshards entgegen, in der er auch malte und dabei
ebenfalls die dem Geräusch ähnlichen «Lebenskratzer» hervorzurufen suchte: das Geräusch als
Widerspruch zum gereinigten expressiven Signal. Und da die Wiedergabequalität von
Kassettengeräten ohnehin eine ziemlich geräuschreiche ist, wurden diese Apparate zunächst zum
bevorzugten Arbeitsgerät. «Ich entwickelte eine Kassettenmaschinerie und merkte, dass das
Ergebnis nur noch Lärm und Rauschen war, wenn ich mich auch noch auf die PA-Anlage mischen
wollte. Da mir die Mitmusiker darauf nicht mehr zuhörten, montierte ich kleine Lautsprecher unter
ihre Stühle, was bereits ein erster Schritt zur Klangdiffusion war. Später ordnete ich die
Lautsprecher auch vertikal an und lernte die Faszination der verschiedenen Abstrahlrichtungen und
letztlich eine Urform des Klangturms kennen. Dann aber tauchte im wahrsten Sinne des Wortes
Phil Edelstein auf, brachte mir das Wissen David Tudors bei und machte mich mit der US-
amerikanischen Szene bekannt. Dabei lernte ich auch, mit Reflexion zu arbeiten. Phil Edelstein hat
nämlich einfach alle Lautsprecher von mir weg gegen die Wand gerichtet: «You don't know about reflection, man! »
Das war wohltuend.
Und dann waren wir im Tessin, diskutierten nächtelang und standen irgendeines Morgens um vier
übernächtigt vor dem Staudamm von Fusio im hinteren Maggiatal, als wir direkt vor uns eine Alpendohle
hören konnten. Phil erkannte, dass sie in diesem Moment den Fokus dieser Mauer durchflogen haben
muss, etwa 100 Meter über dem Boden, und so kam die Frage auf, ob es wohl möglich sei,
exakt an diesem Punkt Lautsprecher anzubringen und so die Reflexionssymmetrien der Mauer
akustisch zu nutzen.» Noch heute erzählen Zeugen jenes Ereignisses mit Begeisterung
von der überwältigenden Wirkung, als Bosshards Mitmusiker seines damaligen Imporivisationstrios
«Nachtluft», Jacques Widmer und Günter Müller, ihre instrumentalen Töne über die hängenden
Plexiglaslautsprecher von der gewaltigen Staumauer derart verstärken liessen, dass man sie
selbst in zehn Kilometer Entfernung noch hören konnte. «Das war 1987 und erstmals hörte ich
dort diesen dreidimensionalen Sound, der in einer Art struktureller Harmonie zur Umgebung steht,
da er Energielinien benutzt. Es sind wirklich Energielinien, so wie zwischen zwei Gebäuden latente
Symmetrieachsen bestehen, die man anregen kann. Es gibt ja eine Art Linienresonanz eines Raums,
und diese gibt es eben auch im Freien. Wenn man lernt, diese Linien in einer ganzen Stadt zu erkennen
und anzuregen, dann stimmt man ein Instrument. Damals lernte ich die Saiten dieser Staumauer stimmen.»
Von der Improvisation über Theateraktionen zur Klanginstallation: Diesen Weg gingen nicht
wenige Vertreter der Klangkunstszene. Auch Max Neuhaus, der den Begriff «Soundinstallation»
1971 überhaupt geprägt hat, war einst Schlagzeuger und hat sich via Fluxus-Bewegung zu seinen
Konzepten für Musik in öffentlichen Räumen entwickelt. Von ihm stammt aber nicht nur der
behelfsmässige Terminus für die neue Kunstform, für den bis jetzt noch kein besseres Wort
gefunden wurde, sondern auch der Satz: «Ich glaube nicht, dass ich komponiere, wenn ich ein
Spiegelei brate, nur weil dabei Geräusch entsteht.» Mit dieser Distanz zur einst beschworenen
Einheit von Leben und Kunst dürfte sich auch Andres Bosshard identifizieren können. Seine
Werke sind fern jeder Beliebigkeit, sondern beruhen auf minutiösen Berechnungen und erlauben
differenziertere Gestaltungsmöglichkeiten als es jedes Orchesterinstrumentarium zuliesse, stehen
also nicht in jener ästhetischen Linie, die die Alltagsbanalität zur Kunst erklärt. Zwar geht es ihm
natürlich nicht um Expression, der Rückzug künstlerischer Subjektivität aus dem Kunstwerk ist
auch hier vollzogen, doch gelingt das in seinem Sinne erst dann, wenn er das Klanggeschehen
selber bis ins Detail verstanden und durch komplexe Steuermechanismen bestimmt hat: Freiheit
wird erarbeitet. Auch und gerade jene der Interaktivität. So entstammen die Töne des Klangturms
zwar unter anderem den akustischen Beiträgen des Expo-Publikums, doch bleibt es dem in der
Regiekapsel gerade aktiven Klangregisseur vorbehalten, in welchem Masse er solches in den
Klangstrom einfliessen lassen will. Der Boden des Turms kann zwar wie eine Trommel unter den
Füssen der Besucher wirken, doch nicht so, dass unaufhörlich getrommelt wird: Erst wer selber
genau hinhört, wird auch dazu animiert, mitzumachen: «Interaktivität ist eine fragile Angelegenheit,
sie funktioniert in erster Linie übers Hören, nicht übers Tun. Drückt der Pilot den Steuerknüppel
einfach einem Passagier in die Hand mit der Aufforderung , so ist der Absturz garantiert.»
Hören im Freien ist aber nicht nur ein sensibilisierender und damit bildender Vorgang, sondern
auch ein demokratisierender. Denn Bosshards Klangkunst will das Bewusstsein für das konkrete
Lebensumfeld der Menschen steigern, womit ihr auch eine explizit praktische Zweckorientierung
gegeben ist, die die Autonomie des Kunstwerks übersteigt (darin mag er übrigens wiederum
Neuhaus ähnlich sein, der in den achtziger Jahren versuchte, beispielsweise die Signale von
Rettungsfahrzeugen klarer erkennbar zu gestalten und prompt verstört reagierte, als die
intellektuellen Pressekommentare seine Versuche zur «urbanen Sinfonie» erheben wollten). In der
Stadt Hann Münden, einem mittelalterlichen Fachwerkjuwel in Süd-Niedersachsen, war Andres
Bosshard im Jahr 2000 für Klanginstallationen und Mediendramaturgie des Expo-Projekts
Wasserspuren verantwortlich. Ausgangspunkt war die Einsicht der lokalen Stadtplaner, dass nach
Sanierung und Verkehrsberuhigung der pittoresken Altstadt drei zentrale Plätze schlicht zu still
waren. Bei der Recherche in alten Stadtplänen stellte Bosshard fest, dass auf jenen Plätzen einst 32
Brunnen gestanden haben müssen und erkannte: Der Stadt fehlte jetzt die Stimme dieser Brunnen.
Also entwickelte er zusammen mit Architekten und bildenden Künstlern eine Stadtpartitur mit 32
Wasserstimmen, die aus Gullis, neuen Brunnen und Klangstelen hervor tönen und der Altstadt ihre
alte Orientierung zurückgeben, von deren klingenden Koordinaten das Alltagsleben bestimmt ist.
Solches hat tatsächlich demokratisierende Implikationen, nicht in erster Linie der interaktiven
Publikumsbeteiligung wegen, sondern weil dadurch akustisches Erleben im Sinne einer frei
verfügbaren Information jene Leerstellen des öffentlichen Raums vital auffüllen kann, die zwischen
den mit Informationsmedien angefüllten Innenräumen und den zusehends verwahrlosenden
Aussenräumen klaffen. Auch der Turm in Biel hat diese Funktion eines Gegengewichts zu den
konzept- und gesichtslosen Aussenbezirken der Stadt. Er soll bewusst machen, dass präsent ist,
lebt und eine Spur legt, wer durch die Stadt geht. «Nur wenn man das spürt, kann verhindert
werden, dass unsere Städte nicht nur durch die Industrialisierung, sondern erst recht durch die
Mediatisierung vollständig zerfallen und wir nur noch iMacs und klimatisierte Tempel haben, von
denen allenfalls ein autoritärer einseitiger Informationsfluss in die abgekapselten Wohnzimmer und
Büros verläuft.»
Bosshard glaubt nicht mehr an eine Information ohne räumliche Erfahrung. Das gilt bereits für die
Vermittlung seines Schaffens, bei der es nicht reiche, eine gute Idee klar auszudrücken, nötig sei,
dass man immer wieder mit den Menschen rede. Das gilt auch für sein Urteil über Kunsträume, die
zum Zweck einer möglichst ungestörten Informationsübertragung gebaut wurden. Hätte er das
Angebot, entweder ein Parkhaus oder einen Saal des Kultur- und Kongresszentrums Luzern
(KKL) zu bespielen, die Wahl fiele ihm leicht. «Die Säle des KKL, deren Baukonzept übrigens den
zwei Betoncontainern von Tschernobyl gleicht, machen den Menschen klein. Ihr Zweck ist es,
durch Schleusen in einen keimfreien Raum gelangen zu können, der eigentlich Geheimräumen des
Militärs für Radarüberwachungsanlagen ähnlich ist. Unseren Klangturm kann man nicht als
Verteidigungsturm gebrauchen...» Die Skepsis gegenüber der reinen Information bezieht sich
schliesslich aber auch auf das konkrete musikalische Werk. «Die serielle Musik und ihre Nachfolge
zehrt noch immer von der Hybris des Glaubens, dass Information einen zentralen Magnetismus
ausübt: Man will etwas mitteilen, zwar nicht gestisch oder subjektiv expressiv, aber mittels
komplexer Techniken, Information zu beherrschen. Information wird in Teilspektren von
Parametern zerteilt und gibt den Leuten die Illusion, dass man z.B. Lautstärkeverläufe als abstrakte
Prozesse könne. So wird ja auch komponiert. Und man merkt, dass das nur bedingt
richtig ist. Beim Turm kommen wir an einen anderen Punkt, der eigentlich von Xenakis
vorgegeben ist: Wenn man 720 Töne hat, entsteht aus dem Vielklang ein neuer Einklang. Wir
spielen den Turm wie einen einzigen Ton, wie ein einziges Instrument. Wenn wir alle 200 Spuren
benützen, ist das Resultat zuletzt ein Mono-Effekt. Viele Dinge werden somit auf einen Strom
bezogen. Das ist eine grossartige Vision. Das gibt auch dem Publikum ein Gefühl von Sicherheit,
dass es Eines ist, was wiederum mit Orientierung zu tun hat.»
Nicht immer besetzen Bosshards Installationen ganze Landschaften wie damals im Valle Maggia
oder ganze Stadtteile wie 1990, als beim Projekt Klangbrücke Bern eine vierstündige
ununterbrochene Liveübertragung der Klanginstallation am Eisenbahnviadukt «Lorraine» und
deren rückgekoppelte übertragung in den Ausstellungssaal des Kunsthauses Bern für Aufsehen
sorgte (auch dies ein Projekt mit dem Ziel, unbenutzte urbane Lücken für ein universelles Hören
zurückzugewinnen: Wer spielt schon unter einer Eisenbahnbrücke...). Und seltener geworden sind
auch die Unterfangen mit (inter-)kontinentalen Dimensionen wie das Live-Simultankonzert
Telefonia (1991) zwischen Säntis, Winterthur und New York oder das telematische Konzert Chip
Radio zwischen den ORF-Sendern Dornbirn, Salzburg und Innsbruck (1990). Als bezeichnend für
Bosshards neuere Arbeiten mag vielleicht der Brunnen Gutstrasse GALAXY stehen, der vor dem
Zürcher Schulhausneubau «Im Gut» steht. Zusammen mit dem Metallatelier von David Fuchs und
Dominik Rothweiler entwarf Andres Bosshard ein Brunnenkonzept, das zwar äusserlich
unspektakulärer als andere Projekte wirken mag, in seinem Aufbau aber letztlich seine Gedanken
gleichsam zusammenfasst und konzentriert. Der Kern des Brunnens ist ein flaches Wasserbecken,
auf dessen bronzenem Grund eine Titanplatte schwebt. Diese nun wird von einem unsichtbar
eingebauten Bass-Shaker erregt und produziert mit unhörbaren Vibrationen leichte
Wasserbewegungen. Der Bass-Shaker seinerseits empfängt seine Signale von verschiedenen
Mikrophonen, die auf einem Sendemast auf der gegenüberliegenden Schulhausseite und neben dem
Brunnen angebracht sind. Aus den Pausenplatzgeräuschen werden somit, indem sie zwei Oktaven
tiefer transponiert werden, zunächst Metallvibrationen, dann Resonanzmuster im Wasser und
daraus schliesslich Lichtspiele, die bei schönem Wetter mit einem Sonnenspiegel und
Halogenprojektor an die Schulhausfassade projiziert werden können. Hier kommt nun tatsächlich
alles zusammen: Das Wechselspiel zwischen den verschiedenen Medien und damit zwischen
verschiedenen menschlichen Sinnen; der Informationsfluss, der hier den Raum erfahrbar macht,
den er wiedergibt; und das Stichwort der Orientierung, die sich durch das vielfache sinnliche
Erleben der näheren und weiteren Raumkoordinaten ergibt. Nicht zufällig natürlich erinnert die
dreieckige Titanplatte an einen Kompass. Und schliesslich hat dies alles auch einen spielerischen
Aspekt, vermittelt soziale Kontakte und letztlich Wohlgefühl.
Das ist durchaus in Bosshards Sinn. Längst schon hat er sich von der Vorstellung gelöst, den
Bruch mit überkommenem provozieren zu müssen, Verstörung oder ein «Dagegen» zu suchen.
«Ich will nicht mehr an vorderster Front kämpfen, sondern arbeite an der Basis eines ganzen
Raums, was für mich kein Kampf mehr ist. Vom kämpferischen Enthusiasmus wegzukommen,
bedeutete für mich eine wichtige Emanzipation. Denn die Information, die sich via Enthusiasmus
mitteilt, gibt den Leuten nur das Gefühl eines Verständnisses, nicht ein Verständnis selber.» Die
«Orientierung» im Klangturm mit seinem «kaleidophonen» Ambient-ähnlichen Sound soll eine
Gesamterkenntnis ermöglichen, die Beruhigung bewirkt, seine Klanglichkeit an der Grenze
zwischen sakral und profan ist durchaus gewollt. Zwar ist er ein potentes Instrument, das
dynamisch problemlos die gesamte Arteplage beherrschen könnte. Deren Expo-Motto lautet
bekanntlich «Macht und Freiheit». «Unsere Freiheit ist es nun, die Macht nicht auszuüben», sagt
Bosshard und wendet sich wieder den lauschenden Besuchern zu. «Vielleicht ist das Ganze ja ein
Widerspruch, aber es funktioniert.» Tatsächlich, es funktioniert... Der Nachweis wird täglich in
Biel erbracht, noch bis am 20. Oktober.
KLANGINSTALLATIONEN:
1987: Staudammkonzert Fusio; Die Staumauer von Fusio als gigantischer akustischer Richtspiegel
1990: Klangbrücke Bern; Live-Verbindung zwischen der Kunsthalle Bern und der Eisenbahnbrücke an der Lorraine
1991: Telefonia; ein Live-Simultankonzert via Satellit zwischen dem Säntis, Winterthur und New York.
1995-1998: Medienarchitektur für den Klangturm in St.Pölten
1996: "manandarbandr Radar-radiostation für "sonambiente"
2000: Wasserspuren Hann Münden; Brunnenkonzept für die Altstadt
2000: Agora; Kunstlandschaft Goitzsche, Bitterfeld (Dresden), Offener Klangraum in der Form eines grossen Ohrs, Landart Theater für 1500 Personen
2000: M.Y.E: (mooneye); interaktive Klangarchitektur, Dortmund 2000, Klangobservatorium in der ehemaligen Zeche Zollern II/IV
2000: Klangallee Bad Pyrmont; 30 frei hängende Plexiglasrundstrahler in den Kronen 100jähriger Königslinden
2001: Gutstrasse GALAXY; Klangbrunnen
2002: Klangturm auf der Arteplage Biel der Expo02
Homepage
Andres Bosshard:
http://www.soundcity.ws
