Dissonance

142 ist da!

Als 1997 die Wiener Philharmoniker nach jahrelangem, zähem Widerstand Frauen endlich in ihrem Orchester zuliessen, lachte halb Europa. Heute, über 20 Jahre später, scheint in der Musikszene die Gleichberechtigung der Geschlechter kein Problem mehr zu sein.

Doch der Schein trügt. Gerade in der Szene der Gegenwartsmusik finden wir Gebiete, in denen Frauen nach wie vor stark untervertreten sind, auch in der Schweiz. Zum Beispiel in den Bereichen Sound Art, elektronische Musik und Computermusik.

Weshalb das so ist, wollte Autorin Theresa Beyer wissen und hat sowohl in der freien Szene als auch an den Schweizer Musikhochschulen recherchiert. Ihr Artikel (ab Seite 3) benennt Probleme,
zeigt aber auch, dass das Genderbewusstsein bei den Verantwortlichen wächst. Dass dies oftmals ein langsamer Prozess ist, belegt das Beispiel der Wiener Philharmoniker, die heute (2018) erst
einen Frauenanteil von knapp 11 Prozent aufweisen.

Ergänzt wird der Bericht durch eine exklusive Bildstrecke des Fotografen Norbert Bruggmann: Hände von Studierenden des Studiengangs Sound Arts der Hochschule der Künste Bern. Mann oder Frau? Wie subtil die Unterschiede doch eigentlich sind!

Die Zeitschrift dissonance setzt also ein weiteres Mal auf Vielfalt und Diversität, was sich in allen Artikeln dieser Nummer widerspiegelt: vielfarbige Themen, die auch unseren Grafiker Hubert Neidhart angesteckt haben.

Cécile Olshausen
cecile.olshausen@dissonance.ch

Christoph Haffter
christoph.haffter@dissonance.ch
 
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by moxi