Aktuelle Ausgabe
 









#107, September 09

SANS DOGMES NI GOUROUS
Tour d'horizon de la scène musicale la plus avant-gardiste de Suisse romande
PAR ALEXANDRE CALDARA

Mais que se passe-t-il depuis dix ans en Suisse romande ? Les grandes institutions de la musique contemporaine ne sont plus seules à défendre l'avant-garde. Tout une série de musiciens et de compositeurs d'horizons très divers et hors système se mettent à inventer des cycles de concerts, des échanges nationaux et internationaux, des ateliers, des brunchs, des programmes pédagogiques libres et inventifs. Ils ont entre 30 et 40 ans, viennent des conservatoires, du free-jazz, de l'électro ou de la noise et produisent des sons décomplexés, harnachés nulle part, parfois très écrits, parfois complètement improvisés. On leur connait peu de maîtres et de dogmes. Ils ne citent pas volontiers de gourou.

 

«BEIF‹GEN KÖNNTE ICH, DASS ...»
Behauptungen oder Mutmassungen über Michel Roths Komposition «Der Spaziergang» nach Robert Walser
VON MICHAEL KUNKEL

Der Autor hatte die Gelegenheit, am 3. Juli 2009 in München der Uraufführung von Michel Roths Komposition «Der Spaziergang» für zwei Baritone und Orchester (2007) beizuwohnen (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks München, Baritone: Thomas Gropper und Christian Eberl, Leitung: Martyn Brabbins, in der Reihe Musica viva im Herkulessaal). Als Vorbereitung auf die Zweitaufführung des 2007 mit dem BMW-Kompositionspreis ausgezeichneten Werks in Lausanne am 18. September 2009 (Orchestre de Chambre de Lausanne, Baritone: Robert Koller und Javier Hagen, Leitung: Jost Meier im Paderewski Saal) oder als Nachbereitung eines besonderen Konzerterlebnisses folgen einige schnell notierte Eindrücke oder ‹berlegungen zu dem Stück.

LE MYST»RE DANS LES SONS
Walter Feldmann: Musiker und Literat
VON THEO HIRSBRUNNER

Die Musik von Walter Feldmann (geb. 1965) entzündet sich an Literatur, und zwar vornehmlich an jener von Dichtern wie Stéphane Mallarmé, Laurence Sterne, Anne-Marie Albiach: Je elitärer, kryptischer und esoterischer, desto besser, könnte man meinen. Doch gänzlich ungeachtet des populistischen Hohns unternimmt Feldmann in seiner Musik nicht Versuche der Klärung literarischer Obskuritäten, sondern befasst sich unbeirrt mit der kompositorisch exakten Vermessung dichterischer Mysterien - etwa in seinem neuen Werk figurations de mémoire für tiefes Bläserquintett nach Anne-Marie Albiach.

«†JE N'AIME PAS LA STRUCTURE VATICANE†»
Entretien avec Daniel Schnyder
PAR YAËL HÊCHE

L'Orchestre de Chambre de Lausanne (OCL) est le premier orchestre de Suisse à accueillir un compositeur en résidence, toutes les deux saisons. Après Thomas Demenga, c'est Daniel Schnyder qui accompagnera l'orchestre pendant toute la saison 2009-2010. Rencontré en mars dernier dans les bureaux de l'OCL, le compositeur, improvisateur et saxophoniste zurichois se confie sur son oeuvre qui allie classique, jazz et musiques extra-européennes, et sur sa vision de la création musicale contemporaine.

VERSTÄNDIGUNGSPROBLEME UNTER NACHBARGEMEINDEN
Pop und Kunstmusik: zur Gleichzeitigkeit zweier avancierter Musikgenres

VON PETER KRAUT

Im Jargon der neuen Kunstmusik sagt man: Tradierte Hörerfahrungen überwinden. Im Jargon der experimentellen Pop-Musik: Alternativen zum Mainstream suchen. Beide Lager definieren sich zu weiten Teilen über ihr jeweiliges Nichtakzeptieren des Gängigen, Vertrauten, Angenehmen. Da drängen sich Fragen auf, unter anderem: Hätte man sich allenfalls etwas mitzuteilen? Einige durchaus polemische Überlegungen zur Gleichzeitigkeit zweier avancierter Musikgenres.

LE FANTÔME DU SPECTRALISME CIRCULE EN EUROPE
Des inspirations et des filiations spectrales chez Fausto Romitelli, Georg Friedrich Haas, Pawel Mykietyn et quelques autres
PAR JAN TOPOLSKI

35 ans se sont écoulés depuis la création de Périodes de Gérard Grisey et plus de 40 depuis celle de Stimmung de Karlheinz Stockhausen. La révolution spectrale a fait des émules, le fantôme du spectralisme circule en Europe et ailleurs. Mais pouvons-nous encore parler aujourd'hui de musique spectrale†? Pouvions-nous déjà en parler jadis†?

DIE KUNST, SICH IMMER NEU ZU ENTWERFEN
Laudatio zur Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises an Klaus Huber
VON MAX NYFFELER

Protest und Bekenntnis, Aufforderung zur Umkehr und Visionen von Freiheit: Das sind die grossen Themen, die Klaus Hubers Werk als mächtige Unterströmung durchziehen und ihm seine mobilisierende Kraft verleihen. In seiner am 15. Mai 2009 in München gehaltenen Laudatio zur Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises skizziert Max Nyffeler den Weg, den Klaus Huber in mehr als einem halben Jahrhundert in der ganz ihm eigenen Weise durchschritten hat.

GERÖLL
Denkbrocken zur Musik Martin Jaggis
VON MICHAEL KUNKEL

Der 1978 in Basel geborene Komponist und Cellist Martin Jaggi ist fasziniert von Ungleichzeitigkeit, Verzerrungen, konfliktträchtigen, spannungsgeladenen, mitunter prekären musikalischen Konstellationen und Situationen. Solche Vorlieben stehen nur scheinbar in Widerspruch zu der Tatsache, dass er sich seit etwa zehn Jahren um eine «neue Tonalität» (Jaggi) bemüht; denn dieses «tonale» System liefert nicht die Grundlage zu einer versöhnlichen, ausgewogenen Klangsprache, sie bietet im Gegenteil die Voraussetzung für eine widerständige, disparate Schreibweise. Auf eigenartige Weise sind Jaggis Werke gleichermassen geprägt durch eine starke Disparität der Klangmorphologie und durch eine unpluralistische Kompaktheit in Bezug auf ein verbindliches Klangmaterial: Sie sind zerstoben, aber dennoch irgendwie «ganz».

Berichte / Comptes rendus

–          Schwerpunkt «Stimme» in der Konzertreihe Moments Musicaux (Aarau)
–           Basler Uraufführungen im Frühling 2009
–           Festival Agora, IRCAM (juin 2009)
Affaires publiques

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