Ein ausführlicher Bericht zum Tonkünstlerfest 2010 findet sich hier.
«Festival im Festival» - die Strategie, das Tonkünstlerfest in bestehende Festivals oder Konzertreihen einzubetten, ist bei ihrer Feuerprobe aufgegangen. Nicht ganz überraschend, denn mit dem Lucerne Festival konnte ein besonders ausstrahlungsmächtiger Partner gewonnen werden - man darf aber vermuten, dass die neue Strategie auch mit den künftigen Partnern aufgehen kann (eclatsconcerts Fribourg 2011 und das Genfer Festival Archipel 2012). Der in der Vergangenheit gelegentlich hermetische Zug der Tonkünstlerfeste scheint - so lässt die Planung vermuten - der Öffnung zu einem breiteren, interessierten Publikum zu weichen. Dass der Begriff bzw. die Marke «Tonkünstlerfest» in Luzern fast nur Eingeweihten - sprich: Vereinsmitgliedern - bekannt war, während weitere Besucher sich an Konzerten wie «Moderne 6» oder «Sinfoniekonzert 28» oder bestenfalls am Festival «(z)eidgenössisCH» wähnen mochten, ist die Kehrseite der Medaille «Festival im Festival». Eine verkraftbare Kehrseite allerdings, ist es doch statuarisch fixierte Aufgabe des STV, zeitgenössische Musik aus und in der Schweiz zu fördern, während von der Förderung der Marke «Tonkünstlerfest» in den Statuten nichts zu lesen ist. Man darf dem Fest also getrost die Rolle eines Mittels, das sich bescheiden hinter seinem Zweck zurückzieht, zuschreiben. Der eigentlichen Kernaufgabe, der Förderung von Schweizer Musik, widmete sich das Festival «(z)eidgenössisCH» ausführlich und mit Erfolg.
Das Programm des Tonkünstlerfestes 2010 findet sich unter www.tonkuenstlerfest.ch.
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